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Hüttenbau, 7. RPG-Thread (7b)
| Callista Alton |
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Sonne ist gut und schön, aber wenn man keine Option hat, sich in den Schatten zurückzuziehen, dreht der coolste Typ durch. Also auf ins Buschwerk und kräftig gezimmert.
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| Anakin Skywalker |
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Joined: 24-September 08

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Anakin war die letzten Nächte einige Male aufgewacht, von Albträumen geplagt. Stets sah er sich um, ob es jemand bemerkt hatte, ehe er sich an den Strand oder einen anderen ruhigen Ort begab, um nachzudenken.
Als jemand vorschlug Hütten zu bauen, war der junge Jedi gleich dafür. So konnte er des Nachts wenigstens ungesehen irgendwo schlafen. Die Träume waren schrecklich genug, es reichte, wenn er selbst davon mitbekam.
Inzwischen war er sich auch sicher, dass es sich hierbei nicht um eine Prüfung des Jedi-Rates handelte. Nicht mal Obi-Wan würde ihm so etwas zumuten. Bedacht richtete er seine Hand in die Richtung einiger Holzstücke. Er hatte den Baum gesucht, welchen er bei seiner Ankunft auf der Insel unbedacht abgeschlagen hatte und ihn in kleinere Stücke zerlegt.
Seiner Hand folgend schwebte das Holz durch die Luft und ließ sich einige Meter vor ihm, ordentlich gestapelt nieder. Währenddessen deutete Anakins Hand in eine andere Richtung, aus welcher sich in kurzer Zeit einige Äste und Palmwedel ihren Weg neben die Holzstücke bahnten.
„Es muss ja nicht lange halten!“ sagte er bestimmt, als er ein paar Äste in seine Hand schweben ließ. Inzwischen war er sich dessen zwar nicht mehr sicher, aber er konnte und wollte sich einfach nicht damit abfinden, länger hier festgehalten zu sein. Mit einer Handbewegung löste er eine Faser aus einem der Palmblätter und hielt sie wenige Sekunden später in der Hand.
Ruhig band er einige Äste mit der Faser zusammen. Einen genauen Plan hatte er sich zwar noch nicht gemacht, aber das würde schon irgendwie funktionieren.
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| Callista Alton |
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Callista war verwirrt. Weniger darüber, dass anscheinend jeder in seinen eigenen Körper zurückgekehrt war, sondern mehr darüber, dass Julie umgehend auf sie zugestolpert kam und ihr unterstellte – falls man das als Unterstellung bezeichnen konnte – zu viel von der einheimischen Vegetation zu sich genommen zu haben. Ihr erster Satz ließ diesen Rückschluss zu, denn womit sollte sie sich sonst zurückhalten? Erst nach dem zweiten Lidschlag dämmerte ihr, was sie mit Verhütung und – gnädige Evanda! – Wampe meinte. So sprach nicht einmal eine Magd, sondern wirklich nur eine Straßendirne. Sie konnte nur nach Luft schnappen und stellte erneut Julies Status in Frage.
Die ganze Zeit hatte sie darauf gewartet, dass hinter ihr Stephen und Toshiko aus den Bäumen auftauchten. Oder besser noch, dass sie sich genau wie sie wieder unversehens auf der Lichtung befanden, von der sie aufgebrochen waren. Doch dort, wo Stephen hätte stehen sollen, klaffte ein Loch. Sollte das bedeuten, dass er auch geholt worden war? Genauso wie der Soldat?
Schmerzlich wurde ihr bewusst, dass, wenn es so sein sollte, damit die einzige vertraute Konstante verschwunden war. Das Gespräch am Strand hatte nicht nur Stephen, sondern auch ihr gut getan. Sie hatte sich so weit geöffnet wie noch nie einem Fremden zuvor, hatte über ihre Ängste und Sorgen gesprochen und musste jetzt feststellen, dass sie wieder am Ausgangspunkt angelangt war. Sie selbst hatte von gegenseitigem Vertrauen gesprochen und es hätte ihr den Weg zu den anderen wesentlich erleichtert, wenn Stephen da wäre.
Sie wusste nicht, warum das so war. Dieses Gefühl kam aus ihrem Bauch und auf ihre Intuition hatte sie sich stets verlassen können. In gewisser Weise schwangen sie auf einer Welle, sonst wäre dieses Gespräch nicht möglich gewesen. Nicht in dieser Intensität. Die Situation erinnerte sie an ihre Gefangenschaft in Corresanti – nur mit dem Unterschied, dass sie Andrew telepathisch erreicht hatte.
Ein Nebeneffekt dieses Gesprächs war, dass sie wieder eine gewisse Routine darin bekommen hatte, Worte zu verwenden. Natürlich war sie nicht stumm, aber in ihrer kleinen Gemeinschaft sprachen sie selten das aus, was sie dachten. Hier hatte sie festgestellt, wie ungemein schwierig es war, Worte zu verwenden. Zumal das, was man zu sagen hatte, viel länger dauerte als ein telepathischer Kontakt.
Seufzend und unsicher drehte Callista das Gestell, das ihr Jack in die Hand gedrückt hatte, hin und her. Seine Wortwahl war ein bisschen eigentümlich. Wiederholt schüttelte sie den Kopf. Weshalb sollte sie beim Laufen die Augen schließen? Anscheinend war das noch so eine Metapher wie „sich keinen Kopf machen“. Lediglich der tiefere Sinn erschloss sich ihr nicht. Doch scheinbar war ihr anzusehen, dass sie mit den Lichtverhältnissen ihre redliche Mühe hatte.
Doch sein Vorschlag, etwas gegen die Sonne zu unternehmen, klang vernünftig. So weit ausladend und Schatten spendend waren diese Bäume wirklich nicht. Sollte sie es wirklich schaffen und für Regen sorgen, waren Unterkünfte gleich welcher Art sinnvoll. Und vielleicht fand er ja wirklich jemand von den Verschwundenen.
Sie erhob sich und blickte Julie an. Callista registrierte nicht, dass sie ebenfalls eine Augenbraue nach oben gezogen hatte, als sie sprach.
„Ihr könnt unbesorgt sein, Euer Körper ist in dem Zustand, in dem Ihr ihn verlassen habt. Mir stand der Sinn während dieses Zwangsaufenthaltes nicht unbedingt nach Fortpflanzung. Jeder hatte mit den Widrigkeiten zu kämpfen und musste sich anpassen. So kam es wohl auch, dass nicht einmal Stephen über mich hergefallen ist. Auch wenn Euch das schwer vorstellbar erscheint.“
Versuchsweise setzte sie die Gläser auf und blinzelte. Es ging tatsächlich einfacher und das grelle Licht wurde auf grob geschätzt mehr als die Hälfte minimiert.
„Eure Schuhe müssten noch beim Feuer liegen. Oder irgendwo auf der Lichtung. Ich weiß es wirklich nicht.“
Dann wurde sie beinahe magisch von Anakin angezogen, der nur mit seinen Händen arbeitete, ohne etwas zu berühren. Ein Telekinet also. Callista wusste nicht, wann es den letzten auf Darkover gegeben hatte. Über eine solche Fähigkeit verfügte keine der Comyn-Familien. Oder sie war verloren gegangen. Die Möglichkeit bestand, dass der letzte Telekinet im Zeitalter des Chaos existiert hatte und diese Gabe im Laran-Zuchtprogramm untergegangen war.
Sie ging auf ihn zu und stellte sich daneben.
„Weshalb seid ihr der Meinung, es muss nicht lange halten? Habt Ihr in etwa eine Vorstellung davon, wie groß eine Unterkunft werden soll? Ich glaube, etwas Stabilität kann nicht schaden. Vielleicht sollten wir mit Baumstämmen arbeiten. Für die Wände.“
Bevor sie in den Wald zog und reihenweise Bäume fällte, wollte sie sich seiner Mitarbeit versichern.
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| Toshiko Sato |
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Mit ernster Miene hörte Toshiko Tara zu und nahm dann etwas peinlich berührt die Hand wieder vom Arm der anderen Frau.
„Dann können wir nur hoffen, dass sie wirklich wieder nach hause zurückgekehrt sind.“, murmelte sie leise. „Oder dass die anderen sie schnell finden, wenn sie wirklich nur an einen anderen Ort auf der Insel weitertransportiert wurden. Das stelle ich mir überhaupt nicht angenehm vor – wer weiß denn schon, was auf dieser Insel sonst noch so lauert…“, fügte sie mit einem Blick auf Jack hinzu, der gerade verkündete, nach den Verschwundenen suchen zu wollen.
Doch als sich Tara dem Schwein zuwandte, in dem Gott sei Dank doch kein anderer Mensch zu stecken schien und das nun wirklich tot war, beschloss sie, sich ebenfalls nützlich zu machen. Bei der Zubereitung des Schweins war sie wohl eher ein Störfaktor und sie wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass jemandem schlecht wurde.
Ihr Blick fiel auf den Jedi und sie staunte nicht schlecht, als sie sah, auf welche Weise er sich daran machte, Holz in kleinere Stücke zu zerlegen. Es wäre weitaus nützlicher gewesen, so etwas mit den Zauberkräften des Professors anzustellen, als es Palmwedel regnen zu lassen. Diese Chance war jetzt auch vorbei und eigentlich war Toshiko mehr als froh, nicht mehr von diesen Zauberkräften geplagt zu werden, die sich, was auch immer sie tat, gegen sie gewandt hatten.
Auch wenn es bewundernswert war, mit was für einer Schnelligkeit sich Anakin an die Arbeit machte, schien ihm ein Konzept zu fehlen. Doch das war etwas, was sie sehr schnell ändern konnte.
Einige Augenblicke später kniete sie auf dem Boden, den sie so gut es ging von Blättern und ähnlichen störenden Dingen befreit hatte und zeichnete in hohem Tempo konzentriert Linien auf die Erde. Immer wieder sah sie ins Leere und nur ihre Lippen bewegten sich, als sie genaue Berechnungen anstellte.
Mit einem zufrieden wirkenden Lächeln erhob sie sich schließlich wieder und stellte sich zu Anakin und Callista, wobei sie sich bei Callistas Anblick zusammenreißen musste, um nicht zu grinsen. Die Sonnenbrille wirkte an ihr seltsam fehl am Platz, aber solange sie ihr half war das vollkommen zweitrangig.
„Könnt ihr euch das mal kurz ansehen?“ Sie deutete auf den skizzierten Plan auf dem Boden. „Ich glaube, nach diesem Plan könnten wir die Hütten ungefähr bauen.“
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| Callista Alton |
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Callista konnte im Augenblick nicht sagen, welche Situation ihr mehr Unbehagen bereitete. Der überstandene Körpertausch oder der erstarrte junge Mann, der nicht einmal ihre einfachen Fragen beantwortete.
Ob er wohl auch seine geistigen Ressourcen wieder auffüllen musste wie sie? Immerhin hatte er alles ohne Matrix bewältigt und sie konnte sich gut vorstellen, dass ihm jetzt der Sinn nach einer starken Tasse Jaco, einem Nussriegel oder schlicht und einfach nach Schokolade stand. Unbeweglich wie in Stein gehauen verharrte er in seiner wohl selbst gewählten Stasis. Womöglich war das seine Art, die verbrauchte Energie zu erneuern, wer wusste das schon. Bis auf den Namen kannte sie nichts von ihm.
„Gut, erholt Euch. Ihr seid uns sicherlich mehr von Nutzen, wenn Ihr wieder bei Kräften seid.“
Als er sich daraufhin immer noch nicht rührte, wandte sie sich ab und Toshiko zu, um ihre Zeichnung im Sand zu bewundern. Callista verfügte über keinerlei handwerkliche Fähigkeiten, ganz zu schweigen davon, dass sie verstand, was dort im Sand gezeichnet war. Doch das minderte keineswegs ihren Tatendrang. Mit irgendeiner Tätigkeit musste sie dieses klaffende Loch in sich stopfen.
„Der Plan sieht gut aus. Ich gestehe, sehe ich dort keinen Plan, aber Eure Zeichnung gibt mir eine ziemlich exakte Vorstellung davon, wie sie aussehen sollten. Auch scheint Ihr bewandert in diesen Dingen zu sein, so dass wir die Hütten bauen können, ohne dass sie beim nächsten Windstoß zusammenfallen.“
Wind – hatte sie schon einmal Wind auf diesem eigenartigen Eiland erlebt? Sie seufzte.
„Die Hauptsache ist, sie erfüllen ihren Zweck. Was meint Ihr, wie groß die Unterkünfte werden sollten?“ Sie brach kurz ab. „Wie dem auch sei, das ist eine Frage, die wir später klären können. Wenn ich Eure Zeichnung richtig deute, benötigen wir für Wände und Dächer stabiles Holz und für die Querverstrebungen ungefähr das Mittelmaß. Dann sorge ich jetzt dafür.“
Callista entfernte sich einige Schritte von Toshiko und wollte in den dicht gewachsenen, auf sie immer noch fremd wirkenden Wald gehen, als sie sich noch einmal umwandte.
„Egal, was Ihr seht, kommt auf keinen Fall in meine Nähe. Falls doch, dann schaut nicht in meine Matrix. Auf ein Schwindelgefühl dieser Größenordnung legt Ihr sicherlich keinen Wert.“
Damit verschwand sie endgültig und suchte sich im Wald einen relativ freien Platz. Sie wusste nicht, ob das ein Fehler war, den sie gerade begehen wollte. Doch nun hatten sie genügend zu essen und zu trinken, so dass sie sich um das Nachher keine Sorgen machen musste.
Sie empfand es als ausgesprochen bedauerlich, dass hier keine Schokoladenbäume wuchsen. Außerdem wusste sie immer noch nicht, wie dieser Riegel geschmeckt hatte, den ihr Jack in die Hand gedrückt hatte. Aber er hatte geholfen, sonst stünde sie nicht so hier, als wäre sie jemals geschwächt gewesen.
Routiniert befreite sie ihre Matrix von der knisternden Seide. Dennoch fühlte sie sich wie ein junges Mädchen, dem die Handhabung seines stärksten Instrumentes erst beigebracht wurde. Es kam ihr wie eine halbe Ewigkeit vor, seit sie sie das letzte Mal benutzt hatte. Callista lächelte kurz. Ohne Hinzuschauen wusste sie genau, dass in den Tiefen ihres Sternensteins blaue Lichter funkelten.
Mit einem tiefen Einatmen versenkte sie sich in ihre Matrix und brachte die Schwingungen ihrer Gedanken auf dieselbe Ebene. Erst als sie wusste, dass ihre Matrix ihre Gedankengänge verstärkte, ertastete sie mit ihrem Geist die Struktur des Holzes.
Diese Bäume waren zwar schlank, aber unheimlich zäh und voll mit Wasser. Das mussten sie wohl sein, ansonsten könnten sie nicht mitten im Sand wachsen und gedeihen. Trotzdem mussten sie einen Schwachpunkt haben. Callista überlegte, den Einsatz ihrer geistigen Kraft so gering wie möglich zu halten und dennoch genügend Material bereitzustellen.
Doch manchmal traf sie rein intuitiv ihre Entscheidungen. Nach einem Schwachpunkt suchte sie vergeblich. Es war wohl nicht ihrer Intuition zuzuschreiben, dass sie erkannte, dass sie trotz des Gestells auf der Nase am meisten unter dem Klima litt und wohl am dringendsten einen Schatten spendenden Unterschlupf benötigte. Also holte sie weit aus und ließ eine imaginäre überdimensionale Axt eine Bresche durch die Bäume schlagen. Sie brachen und barsten wie vorhergesehen und die Geräuschkulisse, die sie dabei entwickelten, war beachtlich.
Erleichtert atmete sie aus und verhüllte die Matrix. Nun mussten sie nur noch dafür sorgen, dass die Stämme auf die Lichtung kamen. Es wäre nicht schlecht, wenn Anakin nun genügend Energie zur Verfügung stand, sonst würde sie den Transport auch noch übernehmen müssen.
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